Wie beeinflusst Körpersprache die Führung?

Die stille Macht hinter dem Erfolg

In der Welt der Führung ist die Macht der Körpersprache oft unterschätzt, doch sie spielt eine entscheidende Rolle.

Wie beeinflusst Körpersprache die Führung? Ihre Haltung, Gesten und der nonverbale Kontakt sind nicht nur Ausdruck Ihrer Autorität, sondern auch Schlüssel zu einer gesunden Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern.

In diesem Blogbeitrag erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie bewusst führen und die Wirkung Ihrer Körpersprache gezielt einsetzen können, um als Führungskraft Ihr Team zu stärken.

1. Wie beeinflusst Körpersprache die Führung?

Ein bewusster Umgang mit Körpersprache erfordert Achtsamkeit und Selbstreflexion.

Beobachten Sie einmal, Ihre eigene Körpersprache. Wie stehen Sie während eines Gesprächs? Schauen Sie Ihren Mitarbeitern in die Augen oder neigen Sie dazu, den Blick abzuwenden?

Offene Gesten und eine aufrechte Haltung signalisieren Interesse und Vertrauen, während eine verschlossene Körperhaltung oder das Verschränken der Arme oft Unsicherheit oder Ablehnung ausstrahlen können.

Indem Sie sich dieser feinen Nuancen bewusst werden, können Sie nicht nur Ihre eigene Ausdrucksweise gezielt verbessern, sondern auch die Dialogbereitschaft und Motivation Ihres Teams steigern.

2. Nonverbale Kommunikation: Die Macht von Gesten und Mimik

Die Fähigkeit, nonverbale Signale bewusst einzusetzen, kann entscheidend für Ihren Erfolg sein.

Achten Sie darauf, wie Ihre Gestik und Mimik die Reaktionen Ihrer Mitarbeiter beeinflussen. Ein Lächeln kann Türen öffnen, während ein verkniffenes Gesicht sorgenvoll wirken kann.

Wenn Sie aktiv zuhören und dies durch Kopfnicken oder eine offene Körperhaltung signalisieren, fördern Sie nicht nur das Vertrauen, sondern schaffen auch Raum für ehrliche Rückmeldungen. Umgekehrt kann ein freudiger Ausdruck Ihrem Team das Gefühl geben, wertgeschätzt und motiviert zu werden.

Indem Sie nicht nur Worte wählen, sondern auch durch Ihr gesamtes Verhalten überzeugen, tragen Sie dazu bei, ein Umfeld zu schaffen, in dem Innovation und Engagement gedeihen.


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4. Praktische Tipps zur Verbesserung der Körpersprache für Führungskräfte

In der Führung ist es wichtig, die Körpersprache anzupassen. Je nach Situation – bei Meetings oder Konflikten – sollte sie anders sein.

Hier sind einige prägnante Beispiele für nonverbale Kommunikation in unterschiedlichen Führungsszenarien:

Teammeeting

  • Offene Haltung: Stehen oder sitzen Sie aufrecht mit entspannten Schultern, um Selbstvertrauen zu signalisieren.

  • Direkter Blickkontakt: Schauen Sie aktiv in die Augen der Teammitglieder, um Interesse und Aufmerksamkeit zu zeigen.

  • Offene Handgesten: Verwenden Sie offene Handflächen, um Transparenz und Ehrlichkeit zu vermitteln.

  • Nicken: Leichtes Nicken, um Zustimmung und Verständnis zu signalisieren, während jemand spricht.

Einzelgespräche mit Mitarbeitern

  • Vorlehnen: Ein leichtes Vorlehnen zeigt Interesse und Engagement für die Anliegen des Mitarbeiters.

  • Spiegeln: Dezent die Körperhaltung des Gesprächspartners spiegeln, um Empathie und Verbundenheit zu zeigen.

  • Lächeln: Ein freundliches Lächeln kann eine warme und einladende Atmosphäre schaffen.

  • Vermeidung von Barrieren: Vermeiden Sie es, Arme zu verschränken oder Gegenstände (z. B. Laptop oder Akten) zwischen sich und den Mitarbeiter zu platzieren.

Präsentationen und Reden

  • Raum einnehmen: Bewegen Sie sich frei und selbstbewusst im Raum, um Präsenz und Kontrolle zu zeigen.

  • Handgesten zur Betonung: Verwenden Sie Handbewegungen, um wichtige Punkte zu unterstreichen und Ihre Botschaft zu verstärken.

  • Fester Stand: Stehen Sie fest und sicher auf beiden Beinen, um Stabilität und Selbstvertrauen zu vermitteln.

  • Blickkontakt im Raum streuen: Stellen Sie sicher, dass Sie Blickkontakt zu verschiedenen Personen im Raum herstellen, um alle einzubeziehen.

Konflikt- und Krisengespräche

  • Ruhige Atmung: Tiefe, kontrollierte Atmung hilft, ruhig und gefasst zu bleiben.

  • Offene Körperhaltung: Halten Sie Ihre Arme offen und vermeiden Sie defensive Gesten wie das Verschränken der Arme.

  • Langsame Bewegungen: Machen Sie langsame, bedachte Bewegungen, um Souveränität und Besonnenheit zu signalisieren.

  • Aktives Zuhören: Nicken und machen Sie gelegentlich Notizen, um deutlich zu machen, dass Sie die Bedenken ernst nehmen und aufmerksam zuhören.

Motivationsansprachen

  • Energische Gestik: Verwenden Sie größere, energischere Gesten, um Begeisterung und Motivation zu vermitteln.

  • Aufrechter Gang: Gehen Sie mit stolzer, aufrechter Haltung, um Zuversicht und Energie zu zeigen.

  • Lächeln und positive Mimik: Strahlen Sie positive Emotionen aus, um Ihr Team mitzureißen und zu inspirieren.

  • Körperkontakt: Bei passenden Gelegenheiten (z. B. Schulterklopfen) kann dies Nähe und Anerkennung signalisieren.

Verhandlungen

  • Stabile Haltung: Eine aufrechte und stabile Körperhaltung zeigt Stärke und Verhandlungsbereitschaft.

  • Neutrale Mimik: Halten Sie eine kontrollierte, neutrale Mimik, um keine Unsicherheiten oder Schwächen preiszugeben.

  • Gleichmäßige Gestik: Verwenden Sie ruhige und gleichmäßige Gesten, um Ihre Argumente zu unterstreichen und Entschlossenheit zu zeigen.

  • Schweigen und Zuhören: Nach einem wichtigen Punkt ruhig bleiben und den anderen sprechen lassen, um die Kontrolle über das Gespräch zu behalten.

Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Aspekte der Körpersprache in verschiedenen Führungssituationen bewusst eingesetzt werden können, um die Kommunikation, das Vertrauen und die Wirksamkeit einer Führungskraft zu verstärken.

5. Fazit: Die stille Macht hinter dem Erfolg - Körpersprache als Schlüsselkompetenz in der Führung

Körpersprache ist ein wichtiger Faktor in der Führung. Sie vermittelt Autorität und Vertrauen, die für eine gute Kommunikation mit dem Team wichtig sind. Wer sich seiner Körpersprache bewusst ist, kann seine Führung stärken und das Team unterstützen. Sie ist entscheidend für ein harmonisches und produktives Arbeitsumfeld.


 

Über die Autorin

Carmen Kraushaar ist Gründerin der bpw-akademie und langjährige Partnerin der Personalberatung QRC Group. Sie berät seit über zehn Jahren Unternehmen bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen sowie Mitarbeiter und Kandidaten bei der Karriereentwicklung.

 

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